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Anonymes französisches Cembalo (17. Jh.), Sammlung Beurmann
Dieses Cembalo gehört zur Sammlung Andreas und Heikedine Beurmann im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Es trägt kein Datum: nach Einzelheiten, namentlich der Malerei, zu urteilen, kann eine relativ frühe Entstehung, etwa um 1630, vermutet werden. In diesem Fall hätten wir es mit dem ältesten erhaltenen französischen Cembalo zu tun.

Der Überlieferung zufolge soll es aus königlichem Besitz stammen und in Fontainebleau gestanden haben. Namentlich die Klaviatur, aus zwei Manualen bestehend, mutet französisch an: die Untertasten sind mit lieblich abgerundetem rötlich-schwarzen Horn belegt, und massiver Walroßzahn – ein Material, das aus dem damals französischen Kolonialbesitz Neufundland bezogen wurde – ist für die Obertasten benutzt worden. Die Bauweise des Instruments lehnt, wie manchmal im 17. Jahrhundert in Frankreich anzutreffen, an die südniederländische, namentlich die der Ruckersfamile an.