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Samuel Kummer
Seit 2005 prägt Samuel Kummer das musikalische Leben der Frauenkirche zu Dresden

und zwar nicht nur durch die von ihm ins Leben gerufenen und unter seiner künstlerischen Leitung stehenden Orgelreihen Dresdner Orgelzyklus/ Internationale Dresdner Orgelwochen (gemeinsame Reihe der drei Innenstadtkirchen), Bachzyklus, Literarische Orgelnacht sowie Orgelnachtmusik bei Kerzenschein, sondern auch durch die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste und Andachten, bei welchen er nahezu täglich als Improvisator und Interpret zu hören ist. Seiner Berufung an die Frauenkirche ging eine siebenjährige Berufstätigkeit als Bezirkskantor an der Martinskirche in Kirchheim unter Teck voraus, welche auch überregional große Beachtung fand.

Samuel Kummer studierte Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst seiner Geburtsstadt Stuttgart. Bei Ludger Lohmann, Christoph Bossert und Werner Jacob erarbeitete er sich ein breites Orgelrepertoire. Seine Fähigkeiten als Orgelimprovisator, für welche er im A-Examen eine Auszeichnung erhielt, konnte er bei Wolfgang Seifen, Willibald Betzler und Hans Martin Corrinth vertiefen. Wichtige Impulse erhielt er außerdem durch Jon Laukvik, Hans Fagius, Lorenzo Ghielmi und Daniel Roth.

Seit 1988 konzertiert Kummer in vielen europäischen Ländern, Mittelamerika, den USA und Japan. Er war zu Gast u.a. beim Lucerne Festival, dem Styriarte Festival und den Hildebrandt-Tagen Naumburg, in namhaften Kathedralen (Versailles, Brüssel, Riga, Speyer, Köln u.a.) im Tschaikowsky Konservatorium Moskau, der Philharmonie St. Petersburg, dem Mormon Tabernakle Salt Lake City und in Tokyo (Opera City, Suntory Hall u.a.). Als Solist konzertierte er zusammen mit der Russischen Staatsphilharmonie, der Staatskapelle Dresden, der Dresdner und der Chemnitzer Philharmonie.

Samuel Kummer ist Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe. Beim  „Concours L’ Europe et L’ Orgue“ Maastricht 1996 gewann er den ersten Preis.

Seit 2007 lehrt er Orgelimprovisation und -literaturspiel an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden. Bei der ION (Internationale Orgelwoche Nürnberg) war er 2016 und 2018 Mitglied der Jury. 2016 intensivierte er seine kompositorische Tätigkeit. Seitdem tritt er auch mit eigenen Werken auf. Samuel Kummers 2005 eingespielte und 2021 wiederaufgelegte CD mit Werken von Bach und Duruflé, - erste CD aus der Frauenkirche zu Dresden - war mit über 30.000 verkauften Exemplaren in den Klassik-Charts vertreten und erntete einhelliges Lob in der internationalen Fachpresse; ebenso die Einspielung der Symphonien Nr. 3 und Nr. 5 von Louis Vierne (Diapason d’ Or 2008). Sowohl mit seiner künstlerischen Betätigung an der Frauenkirche, als auch mit seiner auswärtigen Konzerttätigkeit geht eine Zusammenarbeit mit ZDF, MDR, BR und dem WDR einher.