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Raymond Auguste Marie Moulaert
1875 - 1962
Raymond Auguste Marie Moulaert war ein belgischer Komponist, Musikpädagoge und Pianist.

Moulaert studierte von 1890 bis 1898 am Königlichen Konservatorium seiner Heimatstadt bei Gustave Léon Huberti (Musiktheorie, Harmonielehre), Joseph Dupont (Harmonielehre), Arthur De Greef (Klavier) und Edgar Tinel (Kontrapunkt und Fuge). Danach wurde er an seiner Hochschule Lehrer für Harmonielehre, für Orgel (1903) und von 1927 bis 1940 Lehrer für Kontrapunkt.

Von 1898 bis 1912 war er außerdem Korrepetitor und Pianist am Königlichen Monnaie-Theater. Im Jahr 1903 erhielt er mit seiner Kantate La Chanson d'Halewyn auf einen Text von L. Solvay eine ehrenvolle Auszeichnung beim Prix de Rome. Moulaert war bereits vor 1913 als Lehrer an der Städtischen Musikschule Sint-Joost-ten-Node und von 1913 bis 1938 als Direktor der Städtischen Musikschule Sint-Gillis in der Sekundarstufe tätig. Als Höhepunkt seiner pädagogischen Arbeit kann seine Tätigkeit als Lehrer für Harmonielehre und Komposition an der Kapelle Königin Elisabeth von 1939 bis 1943 angesehen werden.

Im Jahr 1955 wurde er Mitglied der Académie royale des sciences, des lettres et des beaux-arts de Belgique. Im Jahr 1958 wurde er mit dem Fünfjahrespreis der belgischen Regierung für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.

Anfänglich im impressionistischen Stil, wurde sein Werk später moderner in seiner Ausrichtung. Für das Orchester schrieb er in Bartókscher Manier, wobei er gerne Variationstechniken innerhalb der strengen Formen verwendete.

[Quelle: Wikipedia]