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Vergine bella

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Mit „Vergine bella - Madrigali da sonar“ wird eine Reise in eine musikgeschichtliche Epoche des Umbruchs unternommen, in welcher die Vokalmusik der Instrumentalmusik - und die natürliche menschliche Stimme dem Kunstinstrument - als Vorbild diente. Während sich das Debut-Projekt „Joyssance vous donneray“ des Ensembles Il Desiderio - u.a. mit Arianna Savall, Sopran, und einem Renaissance-Traversflöten-Consort um Thomas Kügler - den französischen Chansons und ihren Bearbeitungen und Parodien widmete, stellt „Vergine bella" das italienische Repertoire mit seinen polyphonen Madrigalen des 16. Jahrhunderts (prima prattica) und den frühen monodischen Canzonen/Sonaten des 17. Jahrhunderts (seconda prattica) in den Mittelpunkt.

Vokale Traditionen, die (mehr als je zuvor) weltliche wie auch geistliche Instrumentalwerke nachhaltig prägten, bildeten das Fundament jener Musik, waren aber gleichermaßen wegbereitend für die Erlangung einer eigenständigen instrumentalen Sprache und Kompositionsweise für die jeweiligen Blas-, Streich-, Zupf- oder Tasteninstrumente.

Das vokale Repertoire dieser Epoche - die musikhistorisch zeitliche Spanne zwischen ‚prima prattica‘ und ‚seconda prattica‘ (ca.1550 bis ca.1610) - ist vielfältig und verdient es, entsprechend liebevoll dokumentiert zu werden.