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AE-10126

Francesco Maria Veracini (1690-1768)

Sei Sonate a Flauto e Basso

Karsten Erik Ose

ornamente 99

Contents:
Francesco Maria Veracini (1690-1768) :
Sonata prima [op. 1,1]
Sonata seconda [op. 1,2]
Sonata terza [op. 1,3]
Sonata quarta [op. 1,4]
Sonata quinta [op. 1,5]
Sonata sexta [op. 1,6]
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ornamente 99 (Early music ensemble)
Karsten Erik Ose, Recorder
Matthias Hofmann, Cello
Diez Eichler, Harpsichord
André Henrich, Lute
Playing time: 1:11 (h:m)
Booklet: 28p., German English French
Order Nr. AE 10126
EAN 4026798101268
Product category: CD
Release date: 01/12/2005
€ 17,54 (including tax)

Reviews on “Veracini: Sei Sonate a Flauto e Basso”

 

Toccata - Alte Musik aktuell Robert Strobl, 30 - 07/08-2007 :

“Die Interpretation ist fesselnd und läßt diese Sonaten im besten Licht erscheinen.”
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Francesco Maria Veracini war vor allem als Geigenvirtuose bekannt. Er wurde 1690 in Florenz geboren und trat ab 1712 in verschiedenen Städ­ten in und ausserhalb Italiens auf: Venedig, London und Düsseldorf. Als er 1716 wieder einmal in Venedig war, traf er den sächsischen Kurprinzen Friedrich August, der ihn an den Dresdner Hof verpflichtete. Veracini widmete dem Kurprinzen 1716 eine Sam­mlung von 12 Sonaten für Blockflöte oder Violine und B.c. Die ersten sechs dieser Sonaten sind von Karsten Erik Ose und Ornamente 99 aufgezeichnet worden. Da Veracini auf alles verzichtet, was ty­pisch für das eine oder andere Instrument ist, sind sie auf beiden problemlos vorzutragen. Man begeg­net hier auch nicht den Geigenvirtuosen Veracini, wie in seinen 'echten' Violinsonaten. Man darf wohl annehmen, dass er den Fähigkeiten der 'Durchsch­nittsspieler' seiner Zeit entgegengekommen ist. Sel­ber wird er diese Sonaten mit vielen Verzierungen ausgeschmückt haben. Zugleich muss man aber auch hinzufügen, dass Veracini als einer der Wegbe­reiter des 'galanten Stils' bezeichnet werden kann. Karsten Erik Ose gibt sein bestes, diese Sonaten -ganz im Sinne Veracinis - mit Verzierungen zu er­weitern und möglichst fantasievoll vorzutragen. Von seinen Kollegen wird er dabei kräftig un­terstützt. Besonderheit ist, dass in einer Sonate eine echt historische Blockflöte benutzt wird. Die Instru­mente im Basso continuo sind ausschliesslich histo­risch, also keine Kopien. Diese Sonaten hört man ei­gentlich nicht sehr häufig, und schon deswegen ist diese Aufnahme sehr willkommen. Und die Interpre­tation ist fesselnd und lässt diese Sonaten im bes­ten Licht erscheinen. Die weiteren Sonaten dieser Sammlung werden hoffentlich in nächster Zukunft auch aufgezeichnet werden.

Robert Strobl

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Tibia Michael Zapf, 03/2007 :

“Karsten Erik Ose benutzt das Beiheft der CD als unaufdringliches didaktisches Mittel, den Hörer auf seine eigene Interpretationsreise zu senden, und das heißt, dass seine Einspielung wieder selbst den Charakter eines eigenständi­gen Kunstwerkes bekommt, das verschiedene gebildete Interpretationen durch den Rezipienten ermöglicht.”
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Diese Einspielung der ersten 6 Sonaten aus Veracinis 12 Sonaten „a violino o flauto" fordert den Zuhörer zur Beteiligung an der Interpre­tation heraus, und damit unterscheidet sie sich von dem gesamten Umfeld anderer barocker Einspielungen. Zur kodifizierten Interpreta­tionsauffassung der Musik des 18. Jahrhun­derts, die in einer Unmenge von Traktaten überliefert ist, gehört die Verpflichtung des Komponisten, vor dem Ergreifen der Feder sich über den darzustellenden Affekt im Klaren zu sein, und es gehört dazu die Verpflichtung des Interpreten, diesem Affekt in der Wahl des Tempos, des Instrumentes und der Verzie­rungen gerecht zu werden. Dass aber der Hörer eine Verpflichtung habe, sich ebenfalls darüber Gedanken zu machen, was er da höre, darüber sagen die Traktate und die Booklets heutiger Einspielungen nichts - er wird als Tabula rasa gesehen, auf die die Artistik einprasselt, zur Erzeugung eines Gefühls.
Karsten Erik Ose benutzt das Beiheft der CD als unaufdringliches didaktisches Mittel, den Hörer auf seine eigene Interpretationsreise zu senden, und das heißt, dass seine Einspielung wieder selbst den Charakter eines eigenständi­gen Kunstwerkes bekommt, das verschiedene gebildete Interpretationen durch den Rezipienten ermöglicht. Den Einstieg liefert Ose durch verschlüsselte Andeutungen, die vage genug bleiben, um nicht pedantisch zu sein, aber auch deutlich genug, um sich mit ihnen zu beschäftigen. Dies beginnt ganz unscheinbar mit einem Porträt des Solisten auf der Rückseite des Booklets, am Boden kauernd mit einer Ziga­rette in der Hand. Das Bild ist vertraut, hockte doch Frans Brüggen ganz genau so auf der Rückseite des Covers seiner ersten Telefunken-Schallplatte. Damit sagt Ose, an wen er instru­mental und stilistisch anknüpft, und man begreift, dass die genüssliche und flexible Tongebung von Oses Blockflötenspiel hier ihre Wurzeln hat. Frans Brüggen hat zwei der sechs Sonaten dieser CD auch selbst eingespielt, die zweite und die sechste. Beim vergleichenden Hören der zweiten Sonate in G-Dur fällt als erstes auf, dass Ose eine kleine Terz höher spielt, seine Sonate ist in B-Dur, gespielt auf einer Blockflöte in b1 von Tim Cranmore nach Bressan. Warum macht sich ein Ensemble die Mühe, den gesamten Notentext zu transponie­ren?
Zur Beantwortung dieser Frage hilft eine weite­re unscheinbare, im Booklet versteckte Andeu­tung. Jede der Sonaten ist mit dem Symbol eines Tierkreiszeichens versehen, im Falle der Sonata Seconda ist es das Frühlingskennzeichen des Widders. Ose gibt damit dem Hörer eine Hilfestellung, was er selbst vor der Einspielung sich vorstellte. In einem Interview im Deutsch­landfunk mit Johannes Jansen erklärt er, dass für ihn am Anfang immer die Frage steht: Warum hat der Komponist das notiert, welche Aussage, welche Charaktere, welche Affekte werden dargestellt? Wer steht da, wenn der Vorhang hochgeht, und vor welchem Hinter­grund? Welche Bilder und Assoziationen stel­len sich ein, die die Situation beschreiben? Den Ansatz dazu bekommt der Hörer mit dem Tierkreiszeichen vermittelt - es geht um etwas Frühlingshaftes, Bukolisches. Und sofort ver­ändert sich die Wahrnehmung der Sonate: weite Landschaften tun sich auf, das Kapriolenhafte des zweiten Satzes bringt umherspringende Tiere in pastoraler Umgebung vor Augen, und die gespielte Flöte wird zur Hirtenflöte. Und damit wird die Wahl des Instrumentes klar: Brüggen hatte die Sonate wie notiert in G-Dur auf einer f-Flöte eingespielt. Die Wahl einer b-Flöte und das Spielen der Sonate in deren Grundtonart kommt der Vorstellung einer Hirtenflöte wesentlich näher, auch weil die Terzenseligkeit der Ornamentation dadurch intonationsmäßig reiner wird. Karsten Erik Ose hat damit auch die Wahl des Instrumentes unter den vorgestellten Affekt gestellt, und es war ihm und seinen Mitmusikern den Aufwand der Transposition wert. Vor diesem Hinter­grund kann die Ornamentik viel improvisatori­scher und verspielter ausfallen, ohne dass jemals der Eindruck einer Überfrachtung entsteht.
Jede einzelne der Sonaten hat ihre jeweils eige­ne Charakteristik, die der Hörer erforschen kann, und jede der Sonaten bleibt dem inten­dierten Affekt treu, auch stilistisch. So erinnert die dritte Sonate sehr an Corelli, und Ose ver­zichtet konsequent auf jegliche Ornamente, die dem widersprechen würden, die Verzierungen sind sortenreiner Corelli und nicht gemischt. Wer den Traite von Tartini kennt, wird seinen Verzierungen in der ersten Sonate wiederbegeg­nen, wer Babell kennt und dessen Oboensonate B-Dur mit ausgeschriebener Ornamentik, wird diese in der vierten Sonate wiedererkennen. Die fünfte Sonate ist im galanten Stil von Quantz und Telemann, die sechste wieder in spätem italienischem Stil. Und auch die Continuobegleitung passt sich dieser Stilechtheit an, sie ist in der fünften Sonate deutlich galanter als in den anderen. Auf unaufdringliche Art vermittelt Ornamente 99 damit dem professionellen Hörer auch einen Einblick in die regionale Verzierungspraxis des Barock und lädt zu eige­ner Recherche ein.
Ist das Veracini oder nicht? Die Frage ist ange­sichts des ausgesprochen dürftigen originalen Notentextes müßig. Nur wenn gekonnte Ver­zierungskunst den oft spärlichen Notentext in­terpretiert, gelingt eine überzeugende Darstel­lung, wie man beim Mitlesen in dem Faksimile der Noten erfahren kann. Dies ist eine weitere Aufforderung an den Zuhörer, anhand des Textes mitzuerleben, wie schlüssig die Hinzu­fügung einer petite reprise im 4. Satz der ersten Sonate ist, wie konsequent sparsame Verän­derungen auch der Basslinien, wie jederzeit affektgetreu und sprechend jedes Ornament erscheint.
Das anfangs erwähnte Porträt des Solisten ver­weist noch auf etwas anderes: auf das Titelblatt des Beiheftes mit einem Vanitas-Gemälde von Härmen van Steenwijk, einen Totenkopf mit Blockflöte und Tabakspfeife. Die Blockflöte und der Tabaksqualm gehören zum Inventar der Vanitas-Ikonographie. Sie stehen für die Ver­gänglichkeit alles Irdischen und aller Klänge Schall und Rauch. Man darf Brüggen und Ose, die diese Motive in ihre Porträts aufnahmen, mit einem anderen Vanitas-Motto trösten: Ars Longa, Vita Brevis.
Michael Zapf

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Concerto Reinhard Kriechbaum, :

“Keine verzierende Zutat bremst das tänzelnde, tändelnde Motivspiel, und die Continuo-Gruppe ist stets mit pointierender Kraft zur Stelle, um ihrerseits die melodischen Schwungräder in Gang zu halten.”
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Der niederländische Maler Härmen van Steenwyck hat in einem Stillleben die Blockflöte einem Totenkopf in den Mund gesteckt: eine eigenwillige Illustration fürs Cover einer CD mit absolut lebensfroher Musik, den ersten sechs der zwölf Sonaten (1716) von Francesco Maria Veracini. Aber vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass diese Noten von den meisten Blockflötisten abgelegt werden wie die Versatzstücke in diesem Bild mit Memento-mori-Charakter. Es ist zwar absolut geläufige, aber im Grunde ungeliebte Literatur (wahlweise für Geige oder Blockflöte); die meisten scheinen froh, wenn sie diese Stücke irgendwann in Studienmitte hinter sich gebracht und damit eine der Feuertaufen in Sachen Diminution und Ornamentik absolviert haben...

Karsten Erik Ose und die Continuo-Spezialisten des Ensembles Ornamente 99 (Diez Eichler, Cembalo, Andre Henrich, Erzlaute, und Matthias Hofmann, Barockcello) kühlen ihr Mütchen genau an dieser nachgestalterischen Herausforderung: Was in den Noten steht - gelegentlich durchaus nervtötende Themenwiederholungen - ist als Gerüst zu lesen. Veracini war ja ein höchst improvisationsbegabter Geiger, wie Zeitzeugen berichten. Er hat Tartini in Venedig herausgefordert und diesen zur überstürzten Abreise gebracht, auf dass dieser »seine Bogentechnik auf das Niveau des Obengenannten« bringe, kommentierte ein Ohrenzeuge des geigerische Wettstreits süffisant.

Die wohlkalkulierten oder auch spontanlaunigen Verzierungen machen es also aus, und der junge Karsten Erik Ose geht mit gutem Augenmaß vor. Lustvoll denkt er sich auch beim sechsten, siebenten Mal einer Motivwiederholung noch eine kleine, gleichwohl unaufdringliche Pikanterie aus. Uneitel wirkt sein Musizieren und doch ambitioniert und voller Phantasie. Keine verzierende Zutat bremst das tänzelnde, tändelnde Motivspiel, und die Continuo-Gruppe ist stets mit pointierender Kraft zur Stelle, um ihrerseits die melodischen Schwungräder in Gang zu halten. Ose weist im Booklet darauf hin, dass Frans Brüggen nur das erste und sechste Stück dieser in Kopistenschrift überlieferten Werkfolge eingespielt hat - und diese beiden sind ja tatsächlich die kreativsten der Folge: die sechste Sonate vor allem, die mit beinah aggressiver Kraft vorwärts stürmt und im zweiten Satz mit ungewöhnlichen Modulationen überrascht.

Reinhard Kriechbaum

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Windkanal Siegfried Busch, :

“Solch ein Zauberer ist Karsten Erik Ose, der mit gründlicher Kenntnis dieser doch etwas versunkenen Welt die manchmal naiv anmutenden Veracini-Sonaten zu neuem Leben erweckt. Zusammen mit dem vorzüglichen Ensemble ornamente 99 (Diez Eichler, Cembalo, Matthias Hofmann, Barockcello, Andre Henrich, Theorbe) ist eine Maßstäbe setzende Einspielung gelungen.”
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Im Fall der zwölf Veracini-Vio-linVBlockflötensonaten muss dringend ein kreativer Geist ans Werk, um die manchmal simplen Sequenzen vor allem auch der schnelleren Sätze vergnüglicher zu machen. Und sieh nur: Schon fängt es aus dem Bodensatz Alter Musik an zu brodeln und zu blühen und aus Steinen schlagen Funken. Solch ein Zauberer ist Karsten Erik Ose, der mit gründlicher Kenntnis dieser doch etwas versunkenen Welt die manchmal naiv anmutenden Veracini-Sonaten zu neuem Leben erweckt. Nicht mit überschnellen Tempi, sondern mit liebevoller Zuwendung zu sprechender Tongestaltung und farbiger Artikulation. Eine originale englische Altflöte mit a'=403 Hz und andere alte Instrumente tragen zum authentischen Klangbild entscheidend bei. Es sind dazu klingende Lehrstücke (auch das Booklet ist sehr informativ) und zusammen mit dem vorzüglichen Ensemble ornamente 99 (Diez Eichler, Cembalo, Matthias Hofmann, Barockcello, Andre Henrich, Theorbe) ist eine Maßstäbe setzende Einspielung gelungen.
Francesco Maria Veracini: Sei Sonate a Flauto e Basso (1716). Karsten Erik Ose, Blockflöte, Ornamente 99 CDAeolusAE-10126
Siegfried Busch

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Diapason Roger-Claude Travers, March 2006 :

“Ose l'initié a su d'évidence déchiffrer le grimoire vénitien. Sa première moitié au moins.”
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« Veracini, rapporte la langue fourchue de Mattheson, avait l'esprit dérangé pour s'être adonné à la lecture des "écritures chimiques" (alchimiques). » L'excellent flûtiste à bec Karsten Erik Ose garde sur la question une saine réserve... tout en attribuant à chacune des six premières œuvres du recueil vénitien offert au prince de Saxe un signe zodiacal - d'origine sur le manuscrit ? -, laissant soupçonner pour l'ensemble des douze sonates un ordre supérieur, dont il ne nous livre pas la clé, sinon peut-être une idée du caractère de chaque pièce, qu'il a la savoureuse idée d'associer à une couleur de flûte spécifique et un accompagnement soigneusement choisi. Exemples : la belle Cranmore en ré d'après Denner pour la N° 1, avec son Largo poétique, oscillant entre rêve et mélancolie. Diction du texte éloquente, jamais gratuite, ornementation parfaite, temps de respiration intimement partagés avec le violoncelle, le clavier et l'archiluth. VAllegro final est entonné comme une danse paysanne lente, sorte de Lëndler généreusement chaloupé. Moment tendre, contrastant avec l'effronterie enfantine parcourant la N° 2, servie par une pimpante Si bémol d'après Bressan ou, pour la N° 3, une vieille dame très douce, avec de très jolies couleurs : une flûte anonyme anglaise du début du Set tecento. Discrétion, élégance et bon goût de mise dans la N° 4, avec une délicate Ehlert d'après Stanesby. Image un peu floue, fragile, avec des percées de couleurs dans la N° 5 jouée par une Ehlert d'après Bressan, Largo étrange, enfin, de la N° 6, avec les graves sombres, un peu mouillés, et les aigus agressifs de la Rohmer, terminant ce cycle, décliné comme un défilé de haute couture sophistiqué.

Karsten Erik Ose et Omamente 99 ne avalisent pas vraiment avec la charmante version de Christian Mendoze (cf. n° 532), ce Veracini est d'autre part. Ose l'initié a su d'évidence déchiffrer le grimoire vénitien. Sa première moitié au moins. Attendons avec curiosité : les Sonates no 7 à 12 : le reste du zodiaque.

Roger-Claude Travers

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Toccata - Alte Musik aktuell :

Die Interpretation ist fesselnd und läßt diese Sonaten im besten Licht erscheinen.

Tibia :

Karsten Erik Ose benutzt das Beiheft der CD als unaufdringliches didaktisches Mittel, den Hörer auf seine eigene Interpretationsreise zu senden, und das heißt, dass seine Einspielung wieder selbst den Charakter eines eigenständi­gen Kunstwerkes bekommt, das verschiedene gebildete Interpretationen durch den Rezipienten ermöglicht.

Concerto :

Keine verzierende Zutat bremst das tänzelnde, tändelnde Motivspiel, und die Continuo-Gruppe ist stets mit pointierender Kraft zur Stelle, um ihrerseits die melodischen Schwungräder in Gang zu halten.

Windkanal :

Solch ein Zauberer ist Karsten Erik Ose, der mit gründlicher Kenntnis dieser doch etwas versunkenen Welt die manchmal naiv anmutenden Veracini-Sonaten zu neuem Leben erweckt. Zusammen mit dem vorzüglichen Ensemble ornamente 99 (Diez Eichler, Cembalo, Matthias Hofmann, Barockcello, Andre Henrich, Theorbe) ist eine Maßstäbe setzende Einspielung gelungen.

Diapason :

Ose l'initié a su d'évidence déchiffrer le grimoire vénitien. Sa première moitié au moins.
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